Innenputz

Innenputz richtig einplanen

Innenputz spielt eine zentrale Rolle im Bauprozess, da er nicht nur für das optische Erscheinungsbild eines Raumes verantwortlich ist, sondern auch als funktionaler Untergrund für die weitere Gestaltung dient. Nach dem Einbau der Fenster und der Fertigstellung der Elektro- sowie SHK-Installationen wird der Innenputz aufgetragen, noch bevor der Estrich oder die Fußbodenheizung verlegt wird.
Der Putz dient in erster Linie dazu, die Wandoberflächen auszugleichen und einen stabilen, homogenen Untergrund für Tapeten, Farben oder andere Beschichtungen zu schaffen. Zudem kann der Innenputz durch unterschiedliche Techniken und Strukturen eine individuelle Gestaltung der Wände ermöglichen. Darüber hinaus hat er auch funktionale Vorteile, wie beispielsweise die Verbesserung der Schall- und Wärmedämmung oder den Brandschutz.
Der richtige Innenputz ist somit ein wichtiger Bestandteil für ein dauerhaft schönes und funktionales Raumklima.

Gipsputz

Der Gipsputz ist der am häufigsten gewählte Putz für Innenräume und wird in den meisten Bauten verwendet. Klassischerweise wird er mit einer Putzmaschine oder von Hand an Wänden und Decken angebracht. Er kann auf fast allen Untergründen aufgetragen werden und eignet sich hervorragend als Basis für Fliesen, Tapeten oder, mit entsprechender Qualitätsausführung (Q3), als Grundlage für einen direkten Farbanstrich oder Malervlies. Der Gipsputz ist leicht zu verarbeiten und ergiebig, geruchsneutral und schadstofffrei. Ein weiterer Vorteil ist, dass er schnell trocknet, da er einlagig aufgetragen wird und die Putzdicke maximal 25 mm beträgt. Dadurch schafft er ein behagliches und wohngesundes Raumklima. Die glatten Oberflächenqualitäten reichen von Q2 bis Q4, und auf Wunsch ist auch eine strukturierte oder körnige Oberfläche möglich. In Feuchträumen wird oft ein speziell dafür entwickeltes Produkt eingesetzt. Zudem bietet der Gipsputz gute Brandschutzeigenschaften.

Kalkputz

Der Kalkputz ist die optimale Produktwahl für ein angenehmes und gesundes Raumklima. Dieser ist schimmelpilzhemmend sowie absolut emmisionsfrei. Der Mörtel wird mit einer Putzmaschine oder von Hand an den Wänden angebracht. Mit einer weiteren Putzlage sind edel gefilzte Oberflächen möglich, ebenfalls können die Wände aber auch mit einer speziellen Überarbeitung bis auf Q4 abgespachtelt werden. Dieser Baustoff ist besonders für Allergiker geeignet.

Kalk-Zementputz

Der Kalk-Zementputz wird häufig in Wohngebäuden oder häuslichen Bädern mit erhöhtem Wasserdampf verwendet. Der Mörtel wird mit einer Putzmaschine oder von Hand an den Wänden angebracht. Er kann einlagig oder zweilagig verarbeitet werden, wobei mit einer weiteren Putzlage edel gefilzte Oberflächen möglich sind. Alternativ können die Wände auch mit einer speziellen Überarbeitung bis auf Q4 abgespachtelt werden. Dieser Putz zeichnet sich durch eine hohe Druckfestigkeit (>2,5 N/mm²) und Widerstandsfähigkeit aus. Er eignet sich sowohl für Innen- als auch für Außenanwendungen und ist wasserabweisend sowie wasserdampfdurchlässig, wodurch er sich gut für Feuchträume eignet. Zudem ist der Kalk-Zementputz resistent gegen Schimmelpilzbefall und trägt zu einem angenehmeren Raumklima bei. Dieser ist häufig die Wahl bei Allergikern oder wenn großer Wert auf gutes Raumklima gelegt wird. Raumklima Regulierung, Feuchtigkeit aufnehmen und wieder abgeben.

Referenzprojekte

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